Padrón ist der Ort, an dem nach der Jakobstradition um das Jahr 44 das Boot mit dem Leichnam des Apostels Jakobus anlegte. Unter dem Hochaltar der Kirche Santiago liegt der Pedrón, der römische Altarstein, an dem das Boot festgemacht worden sein soll.
Hier beginnt die Geschichte, aus der Santiago de Compostela entstand – und der Stein vom Boot des Apostels ist noch zu sehen.
Ursprung und Jakobsweg
Neben Padrón liegt Iria Flavia, eine römische Stadt und vor Santiago Bischofssitz. Ihre Stiftskirche Santa María steht seit 1975 unter Denkmalschutz.
1164 verlieh König Ferdinand II. Padrón ein Stadtrecht, weil hier der Leichnam des Apostels angekommen war. Die heutige Kirche Santiago wurde 1867 vollendet.
Anekdoten, Kurioses und Legenden
Die Legende erzählt, dass der Apostel auf dem Hügel über dem Ort predigte und mit seinem Pilgerstab an den Felsen schlug, worauf eine Quelle entsprang. Dort steht heute die Einsiedelei Santiaguiño do Monte.
Padrón ist auch die Heimat von Rosalía de Castro, der großen galicischen Dichterin. Sie verbrachte ihre letzten Jahre im Haus in A Matanza, wo sie am 15. Juli 1885 starb; heute ist es ein Museum.
Pilgertipp
Frag in der Kirche Santiago nach dem Pedrón unter dem Altar und probier die Pimientos de Padrón, bevor du weitergehst.